100 % Zustimmung zur Verschmelzung mit der Volksbank Bösel eG

Georg Glup, Aufsichtsratsvorsitzender

Am Donnerstag, den 15.07.2021 hielt die Spar- und Darlehnskasse eG ihre diesjährige Vertreterversammlung in einem großen Zelt, beim Gasthof Sieger, in Thüle ab. Dadurch war es möglich, die Versammlung „Corona-konform“ mit den notwendigen Abständen durchzuführen.

Hierbei wurde der Weg für die Verschmelzung mit der Volksbank Bösel eG frei gemacht.

100 Prozent der anwesenden Vertreter stimmten für die Fusion. Damit wurde die erforderliche Zustimmung von 75 % weit übertroffen. „Dies ist ein tolles Ergebnis und ein großer Vertrauensbeweis“ so der Aufsichtsratsvorsitzende Georg Glup.

Im Rahmen einer Satzungsänderung wurde der juristische Name der Bank in „Volksbank eG“ geändert. Im Logo des neuen Firmennamens werden die Namen der selbständigen Gemeinden „Barßel, Bösel, Friesoythe“ mit aufgenommen. Der Sitz der Bank wird weiterhin in Friesoythe sein.

Bereits am Dienstag, den 13.07.2021, hatten sich die Vertreterinnen und Vertreter auf der Vertreterversammlung der Volksbank Bösel eG mit 89,4 % für eine Fusion mit der Spar- und Darlehnskasse eG ausgesprochen.

Johannes Wilke, Vorstand

„Beide Banken sind kerngesund, haben gute Ergebnisse, die Geschäftsgebiete grenzen aneinander an und beide Banken haben die gleiche geschäftspolitische Ausrichtung. Gemeinsam können die großen Aufgaben der Zukunft viel besser gelöst werden. Dies sind beste Voraussetzungen für eine Verschmelzung zum jetzigen Zeitpunkt. Mit der Verschmelzung wurde der Grundstock für die erforderliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gelegt, den beide Banken für die Zukunft benötigen.“ so das Vorstandsmitglied Johannes Wilke.

Durch die Verschmelzung erhoffen sich beide Banken erhebliche Kosteneinsparungen, da viele Tätigkeiten, die bisher beide Banken einzeln zu erledigen haben, zukünftig auch nur einmal zu erledigen sind, wie zum Beispiel die Erstellung eines Jahresabschlusses oder umfangreiche Meldungen.

Ebenfalls haben die Kundenwünsche (z.B. Kredithöhe, Zahlungsverkehr, Digitalisierung) qualitativ als auch quantitativ andere Dimensionen erreicht. Hierbei ist es erforderlich, dass diesen Wünschen eine entsprechende Grundgröße einer Bank gegenüberstehen muss. Dies wird mit der Verschmelzung erreicht. Für die Erledigung der zukünftigen Aufgaben wird jeder

Mitarbeiter benötigt. Alle Mitarbeiter werden daher übernommen. Geschäftsstellen sollen nicht geschlossen werden.

Nikolaus Hüls, Vorstand

Der Jahresabschluss wurde vom Vorstandsmitglied Nikolaus Hüls den anwesenden Vertretern nahegebracht.

Die Spar- und Darlehnskasse eG hat 2020 auch während der Corona-Pandemie ihre Bilanzsumme weiter ausgeweitet und ein solides Ergebnis erwirtschaftet. „Das Wichtigste für uns ist, dass wir während der Corona-Krise unseren Kundinnen und Kunden als zuverlässiger Partner zur Seite standen“, unterstreicht Vorstandsmitglied Nikolaus Hüls anlässlich der Vertreterversammlung.

Der Pandemie zum Trotz flossen der Bank 2020 weitere Kundeneinlagen zu. Deren Volumen stieg um 9,2 Prozent auf 324 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien und damit das Interesse an Eigenheimfinanzierungen blieb hoch. Auch der bilanzielle Bestand an Krediten für die Landwirtschaft, Unternehmen und erneuerbare Energien wurde weiter ausgebaut. Somit stieg das bilanzwirksame Kreditgeschäft in allen Geschäftsbereichen um 11,1 % auf 310 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme der Spadaka nahm 2020 um 8,6 Prozent auf 420 Millionen Euro zu.

Das betreute Kundenvolumen einschließlich des Einlagen- und Kreditgeschäftes unserer Mitglieder und Kunden bei unseren Verbundpartnern stieg um 9,7 % auf 809 Millionen Euro.

Die Bank erwirtschaftete einen Zinsüberschuss, der sich aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und trotz gesteigerten Geschäftsvolumen mit  6,7 Mio. Euro nur geringfügig erhöht  hatte. Der Provisionsüberschuss konnte um 124 TEUR auf 2,8 Mio. Euro gesteigert werden. Mit Ertragssteuern von 891 TEUR, Personalaufwendungen von rd. 4,2 Millionen Euro und einem betreuten Kundenwertvolumen von 809 Millionen Euro stellt die Bank ein wichtiges Bindeglied in der heimischen Region dar.

Von größeren Kreditausfällen blieb die Bank verschont, so dass ein Jahresüberschuss von 1,74 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte. Aufgrund der guten Ertragslage kann, mit Erhöhung des Fonds für allgemeine Bankrisiken um 1 Mio. Euro und Einstellung des Jahresüberschusses in die Rücklagen, das bilanzielle Eigenkapital der Bank auf rd. 53,1 Mio. erhöht werden. Für die Bank besteht damit ausreichend Spielraum für die zukünftige Ausweitung des Geschäftsvolumens.  Auf Basis des guten Ergebnisses der Bank wurde durch die Vertreterversammlung eine Dividende von 6 % auf die Geschäftsanteile beschlossen.

Als Zeichen ihres besonderen Einsatzes für die Region unterstützte die Spadaka 2020 erneut etliche Vereine und Initiativen aus den Reinerträgen und der bankeigenen Spadaka-Stiftung. Hiervon profitierten insgesamt 54 Vereine, Gruppen und Einrichtungen mit insgesamt 61.000 Euro.

„Ohne unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären unsere Aktivitäten und Erfolge als Bank unvorstellbar“, unterstreicht Vorstand Nikolaus Hüls. „Das gilt unter so außergewöhnlichen Bedingungen wie der Corona-Krise umso mehr.“

Der gesetzliche Prüfungsverband hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Dem Aufsichtsrat und dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Stefan Bahlmann aus Barßel und Thomas von Garrel aus Friesoythe wurden nach Ablauf ihrer Amtszeit erneut in das Kontrollgremium gewählt. Aufgrund der Verschmelzung mit der Volksbank Bösel eG wurden Dr. Ewald Oltmann aus Friesoythe, Rainer Geese und Thomas Hülskamp aus Bösel neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Die bisher gewählten Vertreter der Volksbank Bösel müssen in einer Zusatzwahl neu gewählt werden. Hierfür wurde ein Wahlausschuss gebildet.

Wichtiger Hinweis!

Bitte beachten Sie, dass Betrüger Bankfusionen regelmäßig zum Anlass nehmen, um an persönliche Daten der Bankkunden zu gelangen. Unsere Mitarbeiter rufen Sie niemals an und fordern Sie auf, persönliche Daten, PIN oder TAN am Telefon preiszugeben.


Beachten Sie dazu auch die Sicherheitshinweise zum Schutz vor Phishing und Trojanern auf unserer Homepage.