Corona-Kredithilfe

Finanzielle Engpässe überbrücken

Die von der Politik beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus schränken unser aller Leben ein. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind noch nicht abzusehen, doch fast jeder ist direkt oder indirekt davon betroffen.

"Wir schaffen Heimat", so lautet unser Claim in unserem Firmennamen. Wir sehen uns daher in der aktuellen Krisensituation in einer besonderen Verantwortung für unsere Kunden und Mitglieder", so die Vorstände der Spar- und Darlehnskasse, Nikolaus Hüls und Johannes Wilke. "Ob Privat- oder Firmenkunde, Sie stehen nicht alleine da. Wir werden gemeinsam mit Ihnen Lösungen finden, um finanzielle Engpässe zu überbrücken und die aktuelle Krise zu meistern. Auch in dieser schwierigen Zeit werden wir unsere Bankdienstleistungen und Services für Sie aufrechterhalten. Auf unserer Internetseite haben wir für Sie weitere Informationen eingestellt. Diese gibt Ihnen einen Überblick, über mögliche finanzielle Förderleistungen und Maßnahmen, die wir zu Ihrem Schutz und dem Schutz unserer Mitarbeiter unternommen haben.

Unsere Privat- und Firmenkundenberater stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung. Über das KundenServiceCenter erreichen Sie uns Montag - Freitag von 08:00 - 18:00 Uhr. Zögern Sie nicht und melden Sie sich bei Bedarf umgehend bei Ihrem persönlichen Berater."

Kreditprogramme

Folgende Förderprogramme von Bund und Ländern stehen Ihnen zur Verfügung:

Bundesweite Maßnahmen der KfW

Die staatliche KfW-Bankengruppe stellt ein Sonderprogramm bereit, um die Versorgung von Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern mit Liquidität zu erleichtern.

Maßnahmen der Landesförderinstitute

Zusätzlich zum Sonderprogramm der KfW-Bankengruppe gibt es regionale Fördermaßnahmen. Die Landesförderinstitute erweitern aktuell ihre Programme.

Maßnahmen der Bürgschaftsbanken

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch Ausfallbürgschaften besichert werden. Die Bürgschaftsbanken erhöhen die Bürgschaftsquoten und -obergrenzen.

Weitere Informationen

Eine aktuelle Übersicht aller Fördermaßnahmen von Bund und Ländern finden Sie im Portal FörderWelt unseres Partners DZ BANK. Über eine integrierte Ansprechpartnersuche können Sie über das Portal direkt Kontakt zu uns aufnehmen. Alternativ sind unsere Firmenkundenberater wie gewohnt persönlich über alle digitalen und telefonischen Kontaktwege erreichbar und besprechen mit Ihnen gerne alle weiteren Schritte.

Zudem können Sie über den FördermittelFinder in der FörderWelt herausfinden, welches Programm sich für Sie am besten eignet. Sie haben dann die Möglichkeit, Ihren Kreditantrag vorzubereiten und erste Angaben zu Ihrem Finanzierungsbedarf zu machen. Anschließend erhalten Sie eine Zusammenfassung an Ihre E-Mail-Adresse, die Sie als Grundlage für das Gespräch mit unseren Firmenkundenberatern nutzen können.

So können Sie die Förderung beantragen

Anträge können ab sofort gestellt werden

Die Anträge für die Sonderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Fördermaßnahmen der Landesförderinstitute können ab sofort bei Ihrer Spar- und Darlehnskasse eG gestellt werden. Voraussetzung ist, dass Ihr Unternehmen bis zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten war. Informationen zum Antrag bei den Bürgschaftsbanken erhalten Sie ebenfalls von Ihrer Spar- und Darlehnskasse eG.

Diese Unterlagen benötigen Sie

Bitte nehmen Sie folgende Unterlagen mit ins Gespräch:

  • eine Kurzbeschreibung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Ihr Unternehmen,
  • die letzten beiden vorliegenden Jahresabschlüsse (2017 und 2018 oder 2018 und 2019),
  • eine Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) inklusive Summen- und Saldenliste von Dezember 2019 oder aktueller,
  • einen Verbindlichkeitenspiegel (Darlehensstand, Zinssatz, Rückzahlungsmodalitäten),
  • eine Liquiditätsplanung für die kommenden 12 bis 18 Monate.


Gegebenenfalls werden weitere Informationen für die Kreditentscheidung benötigt.

Soforthilfe für Kleinstunternehmen

Die Bundesregierung stellt im Rahmen eines Hilfsprogramms für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Sie können bis zum 31. Mai 2020 einen formlosen Antrag auf Unterstützung bei Ihrer zuständigen Landesbehörde einreichen.

Häufige Fragen

Wer kann Hilfe beantragen?

Unternehmen, Konzerne, Selbstständige und Freiberufler können die Unterstützungsleistungen und Förderprogramme in Anspruch nehmen. Dabei unterscheiden sich die Programme jeweils für junge und etablierte Unternehmen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Hilfe zu erhalten?

Wichtig ist, dass Ihr Unternehmen vor dem 1. Januar 2020 keine Liquiditätsschwierigkeiten hatte und geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufwies. Wichtig ist auch Ihre Kapitaldienstfähigkeit. Das heißt: Sie müssen weiterhin in der Lage sein, Ihre Kredite zurückzuzahlen.

Wer kann mich zu den Fördermaßnahmen beraten?

Ihre persönlichen Firmenkundenberater sowie unsere Kollegen aus dem Kunden-Service-Center stehen Ihnen für alle Fragen zur Verfügung. Sie besprechen mit Ihnen die weitere Vorgehensweise bei Beantragung der Fördermaßnahmen.

Zuschüsse

Von Seiten des Landes Niedersachsen ist ein Corona-Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geplant. Als KMU gelten hier Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten und einem Jahresumsatz bin 10 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme bis 10 Millionen Euro.
Nach einem Richtlinienentwurf aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium sollen den Unternehmen die Zuschüsse nach der jeweiligen Mitarbeiterzahl gestaffelt gezahlt werden: von 3.000 Euro für Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten bis hin zu 20.000 Euro für Betriebe mit 31-49 Beschäftigten. Eine Kombination mit Förderprogrammen des Bundes im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie soll möglich sein.

Die Beantragung der Zuschüsse soll ab Mittwoch, 25. März 2020, möglich sein. Was Sie vorab schon tun können, finden Sie hier:

Fragebogen-Soforthilfe-Corona


Auch auf Bundesebene gibt es in diesem Bereich Bewegung: Die Bundesregierung bereitet derzeit weitere Maßnahmen zur Unterstützung insbesondere von Solo-Selbstständigen und Kleinstbetrieben vor, denen das Kurzarbeitergeld nicht hilft und Liquiditätshilfen nicht in allen Fällen die richtige Unterstützung liefern können. Hier sollen 50 Milliarden Euro für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige zur Verfügung gestellt werden.

Überbrückungskredit

Der Bund hat am heutigen Montag mitgeteilt, dass ab sofort das „KfW Sonderprogramm 2020“ zur Verfügung steht. Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl mittelständischen Unternehmen wie auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen werden nochmals verbessert. Das „KfW Sonderprogramm 2020“ wird über die Programme KfW-Unternehmerkredit, ERP-Gründerkredit – Universell sowie dem KfW-Sonderprogramm 2020 - Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung umgesetzt, deren Förderbedingungen modifiziert und erweitert wurden.

Zur Deckung kurzfristigen Liquiditätsbedarfs steht das Sonderprogramm für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe zur Verfügung, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Auf diese Weise können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite der Hausbanken mobilisiert werden.
Anträge können ab sofort gestellt werden. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der KfW. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite ist unter 0800/5399001 zu erreichen.
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird zudem eine Regelung schaffen, wonach Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten nicht innerhalb kurzer Frist Insolvenz anmelden müssen. Diese Frist wird deutlich ausgeweitet. Das gibt Unternehmen die notwendige Zeit, die Krise zu bewältigen.
Aber auch auf Landesebene gibt es Planungen für entsprechende Kredite zur Liquiditätshilfe. Diese sollen im ersten Schritt kleinen und mittleren Unternehmen einen Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen.
Die Beantragung soll wie bei den oben beschriebenen Zuschüssen ab Mittwoch, 25. März 2020, möglich sein.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld

Wenn Ihr Unternehmen aufgrund von Krankheitsfällen durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.

Im Zuge der Corona-Krise wurde der Zugang zum Kurzarbeitergeld deutlich erleichtert. Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten aufgrund des Corona-Virus vorübergehend wesentlich verringert sind (Video der Bundesagentur für Arbeit).
Das Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragt werden. Es berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeitenden erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt beträgt das Kurzarbeitergeld 67 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Die maximale gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate (Video der Bundesagentur für Arbeit zum Verfahren).

Folgende Erleichterungen wurden eingeführt:

  • Senkung der Grenze: es sind 10 % der im Betrieb Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen
  • Teilweise oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeldbezug für Leiharbeitnehmer
  • Vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit

Eine Zusammenfassung gibt es hier.
Die neuen Regelungen zum Kurzarbeitergeld treten rückwirkend zum 01. März in Kraft und werden auch rückwirkend ausgezahlt. Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt schon die verbesserte Kurzarbeit beantragen können.

Steuerstundung

Steuerstundung

Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt oder Steuerberater, um sich über die Möglichkeiten einer Steuerstundung zu informieren.

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung steuerliche Erleichterungen für Unternehmen angekündigt. Darunter fallen Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert. Damit sollen gerade Freiberufler und kleine Unternehmen entlastet werden.

Bürgertelefon

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus hat der Landkreis Cloppenburg unter der Telefonnummer 04471/15-555 eingerichtet. Die Ansprechpartner sind von Montag bis Donnerstag von 8.30 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr, am Freitag von 8.30 - 12.30 Uhr sowie am Samstag und Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr erreichbar. Auch Anfragen aus dem Bereich der Wirtschaft (-sförderung) sollen durch eine Back-Office-Anbindung an die Stabsstelle Wirtschaftsförderung über das Bürgertelefon beantwortet werden können.

Checkliste

Checkliste zur Beantragung von Unterstützungen aufgrund der Corona-Pandemie

Wir unterstützen Sie bei einer Beantragung und ermitteln für Ihren individuellen Bedarf das optimale Hilfsprogramm unter Einbeziehung möglicher Alternativen und unter Berücksichtigung der Leistungen unseres Finanzverbunds.

Ihre Beraterinnen und Berater stehen Ihnen weiterhin zu den gewohnten Beratungszeiten telefonisch zur Verfügung! Außerhalb der Beratungszeiten nutzen Sie bitte unsere bereitgestellten Kontaktformulare.

Wir bitten Sie folgende Unterlagen zur Beantragung einer Unterstützung zusammenzustellen:

  • Kurze schriftliche Ausführungen zu den Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen
  • Jahresabschluss / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2018
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) 2019 (inkl. Summen- und Saldenliste)
  • Ertragsvorschaurechnung 2020
  • Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die nächsten zwölf Monate
  • Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters
  • Selbstauskunft/ Vermögensübersicht (Download PDF)
  • ggf. ergänzende Unterlagen (nach Absprache)