Spendenübergabe Hospiz "wanderlicht"

Projekt nimmt Formen an. Ende 2018 soll es eröffnen.

In diesem Falle passt der Spruch: „Aus der Region – für die Region“ besonders gut. Neun Geldinstitute haben am Montag einen Scheck in Höhe von insgesamt 50 000 Euro für das Cloppenburger Hospizprojekt „Wanderlicht“ übergeben. Jürgen Fuhler, Vorstand der Volksbank Cloppenburg berichtete, aus welchen Gründen die Geldgeber sich für eine Unterstützung entschieden haben: „In anderen Landkreisen gibt es bereits solche Einrichtungen, hier gab es eine regelrechte Versorgungslücke.“

Banken kooperieren bei großen Projekten

Die Volksbanken aus Löningen, Lastrup, Essen/Cappeln, Emstek, Cloppenburg und Bösel, die Raiffeisenbanken Garrel und Scharrel sowie die Spar- und Darlehenskasse Friesoythe seien eigene Institute, kooperierten jedoch gerade bei solch großen Projekten, so Fuhler. „Wir sind eine diskussionsfreudige Runde, aber bei diesem Projekt gab es keine zwei Meinungen.“ Johannes Wilke, Vorstand der Spar- und Darlehenskasse Friesoythe, drückte den Verantwortlichen von „Wanderlicht“ seinen Dank für ihr Engagement aus: „Das Thema Tod wird oft verdrängt, dabei gehört er zum Leben dazu. Wir freuen uns, dass alle mit Herzblut dabei sind.“ Mit „alle“ meinte Wilke Dr. Aloys Klaus, Franz-Josef Schewe, Norbert Moormann und Heike Büssing.

Neben einem Familienraum sind zehn Patientenzimmer in dem Neubau in Planung – alle nach Osten ausgerichtet. Norbert Moormann von Wanderlicht kennt den Grund: „So werden die Gäste morgens von der Sonne geweckt.“ Aloys Klaus ergänzt: „Der Eigenname ,Wanderlicht’ ist ganz wörtlich gemeint. Man kann mit Licht und Schatten wandern.“

50 000 Euro sind große Hilfe

Da das Hospiz jährlich auf etwa 100 000 Euro Spenden angewiesen ist, sind die 50 000 Euro eine große Hilfe. Das Geld kommt aus den Mitteln der Banken. „Die Gewinne fallen dann in diesem Jahr etwas geringer aus, aber damit können wir gut leben“, sagte Wilke und lachte.

Die Wanderlicht-Verantwortlichen bedankten sich: „Das ist das größte und schönste Weihnachtsgeschenk, auch wenn noch nicht Weihnachten ist“, freute sich Aloys Klaus. Die Vorstände der Geldinstitute waren froh, etwas Gutes getan zu haben. Dazu Wilke: „So sind wir alle auf der Gewinnerseite.“

 

Bericht und Bild: Imke Harms (NWZ)

Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe in der Volksbank Cloppenburg (v.l.): Johannes Wilke, Aloys Klaus, Heike Büssing, Andreas Frye, Franz-Josef Schewe, Heinrich Flerlage, Norbert Moormann und Jürgen Fuhler.