Vertreterversammlung 2019

Aufsichtsrat zufrieden mit Geschäftsjahr

Die ordentlichen Vertreterversammlung der Spar- und Darlehnskasse eG im Forum am Hansaplatz wurde von Georg Glup, Aufsichtsratsvorsitzender der Spadaka, am Dienstagabend eröffnet. Brit Witter, Prüfungsleiterin des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, Heiko Ennen, Leiter der Bundebankfiliale Oldenburg, sowie Carssen Völke, Direktor der DZ Bank Nord/Ost, sprachen ein Grußwort.

Vor mehr als 80 Vertretern sowie zahlreichen Gästen erläuterte Wilke die Zahlen der Genossenschaftsbank und sprach auch Themen der Branche an. Vorstandsmitglied Johannes Wilke war mit dem Verlauf des Geschäftsjahres mehr als zufrieden.

Ausschlaggebend für den Erfolg waren ein gesteigertes Einlagengeschäft sowie eine hohe Kreditnachfrage in allen Kundensegmenten. Dabei sprach er auch über das anhaltend niedrige Zinsniveau. Der Grund dafür sei die hohe Staatsverschuldung. So habe der Staat großes Interesse an der Niedrigzinspolitik, denn dadurch könne „der Haushalt leichter saniert werden“, so Wilke.

„Wir mussten uns im letzten Jahr großen Herausforderungen stellen. Großbanken sorgten für Unmut, dazu eine undifferenzierte Regulierungswut der Politik. Die ,kleinen Banken’ zahlten fünfmal soviel Steuern wie die Großbanken mit ihren dubiösen Geschäften, und die werden auch noch vom Staat hofiert. Wo ist da die Gerechtigkeit?“, fragte sich das Vorstandsmitglied. Das seien keine guten Aussichten für die nächsten Jahre.

Trotz dieses schwierigen Umfelds sei die Spar- und Darlehnskasse eG gut aufgestellt. Das betreute Kundenvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 31 Millionen Euro auf nunmehr 682 Millionen Euro. Um 15,8 Millionen Euro hat sich das Kundenkreditvolumen, um 15,9 Millionen Euro das Kundenanlagevolumen erhöht. Die Bilanzsumme stieg um 17,7 auf 360 Millionen Euro. Die Bank hat einen Provisionsüberschuss von 2,6 Millionen Euro. Mit Ertragssteuern von rund 1,1 Millionen Euro, Personalaufwendungen von rund vier Millionen Euro und dem Kundenwertvolumen von 682 Millionen Euro stelle die Bank ein wichtiges Bindeglied in der heimischen Region dar.

„Wir zahlen vor Ort unsere Steuern und das sind immerhin rund 1,1 Millionen Euro. Davon sind allein rund 485 000 Euro Gewerbesteuern. Von größeren Kreditausfällen blieb die Bank verschont, so dass ein Jahresüberschuss von rund 1,3 Millionen Euro ausgewiesen werden konnte.“ So sei Spielraum gegeben, um das Geschäftsvolumen auszuweiten. Freuen können sich die Mitglieder der Friesoyther Genossenschaftsbank über eine Dividende in Höhe von sechs Prozent.

Wilke berichtete weiter, dass aufgrund der großen Nachfrage nach Baugrundstücken in Barßel und Harkebrügge vor Ort Baugebiete erschlossen werden. Wilke stellte klar, dass die Bank die Nähe zur ihren Kunden über die vorhandenen Geschäftsstellen weiter aufrechterhalten wird. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit und der Qualität wurde ein Kunden-Service-Center eingerichtet. An der Gerichtsstraße in Friesoythe baut die Spadaka ein Wohn- und Geschäftshaus. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Vorsitzender Georg Glup aus Thüle und Josef Thienel aus Markhausen wiedergewählt. Zum Ende der Veranstaltung wurden 41 Mitglieder der Spar- und Darlehnskasse eG für Ihre 50-jährige Treue geehrt.

 

Bilder: Hans Passmann & Tina Framme-Einhaus

Text: Hans Passmann (Nordwest-Zeitung)